Cemiterios in Portugal

Cemiterios (Friedhoefe) in Portugal

Der Cemitério dos Prazeres (Friedhof der Freuden) in Lissabon und der Cemitério de Agramonte in Porto sind Beispiele wie schaurig schön und anders Friedhöfe sein können. Die marmorenen, je nach Wohlstand der Familie, prunkvollen Grabstätten stehen wie Häuser einer Stadt am Straßenrand nebeneinander, Pinien und Zedern bilden Alleen und spenden Schatten. Atmosphäre pur!

Beide Friedhöfe wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als städtische Friedhöfe gegründet und beherbergen Tote aller Glaubensrichtungen und Abstammungen, hier liegen Staatsdiener neben Arbeitern und berühmte Persönlichkeiten Portugals neben einfachen Leuten. Aber auch im Tot spielt Geld eine Rolle , so gibt es die schönen Häuschen mit Blick nach vorne raus, aber auch die Hinterhofgräber, die eingekeilt im Rücken zwischen den Häuser liegen.

Besonders skuril ist es, in den verfallenden Gräbern die aufgebahrten Säge zum anfassen nah und offen zu sehen, aus manchen dringt ein modriger Verwesungsgeruch und wieder andere wurden schon von wilden streunenden Tieren geplündert.

Wer jetzt glaubt, es wären tote Friedhöfe, der irrt. Viele Grabstätten, auch über 100 Jahre alte, werden heute noch von den Nachfahren der Toten gepflegt und es finden noch neue Beisetzungen statt.